Prinzipiell schon vernünftig, das ganze so zu ordnen. Nichtsdestotrotz finde ich hier SCALE auch in der Hinsicht besser, als dass du bspw. minio oder einen LDAP-Server hierdrauf betreiben kannst. Beispielsweise könntest du so deine Active Directory auf dem gleichen (bzw. je nach Setup selben) Server haben und hättest so keinen unnötigen Stau im Netzwerk.
Bei allem was nicht tatsächlich riesiggroßes Enterprise ist (so ab 10.000 Leute, die alle einen Computer täglich brauchen und benutzen), finde ich es dann doch sinnvoller, dass man einen Server pro Anwendungsgebiet hat. So hast du bspw. einen für Virtualisierung, einen für Windows-{Anmeldung,Storage}-Zeugs und einen für SAP oder so. Wobei auch da strahlt glaube ich der Linuxunterbau von SCALE sehr positiv durch.
Für Anwendungsgebiete, in denen du keine dedizierten Admins hast, kann es dir m.E. recht egal sein, was du nutzt. Sobald du Leute brauchst, die deine Server administrieren tust du dir selber mit Linuxsystemen einen Gefallen, da es hier nochmal deutlich mehr Admins gibt, die zumindest einigermaßen eine Ahnung haben, was sie tun.
Die zwei primären Vorteile an CORE sind mMn der bessere Netzwerk-Stack, den BSD nunmal hat, sowie die erhöhte Performance durch anderes init-System.
Also Truenas, so wie wir dies hier diskutieren, dürfte i.d.R. wenn gewerblich, dann vor allem im Soho- und KMU-Bereich Anwendung finden. Bei diesen dürfte wohl kaum die Notwendigkeit bestehen, einen S3-kompatiblen Objektspeicher zu betreiben oder sich ein AD selbst zu stricken. Kann man machen, geht aber an der Lebenswirklichkeit vorbei.
Also ich handhabe das in meinem kleinen Ing.-Büro bereits bei < 10 MA so, ganz einfach deshalb, weil man auf diese Art die Arbeitsfähigkeit bei irgendwelchen Ausfällen weitgehend aufrecht erhalten, bzw. schneller wieder herstellen kann. Virtualisiert sind bei mir nur für die Arbeitsfähigkeit unkritische oder gar unnötige Anwendungen. Aber das ist alles eine Frage der Befindlichkeiten