Neue Hardware, diesmal wirklich

Guten Morgen,

ich suche Hardware für ein TrueNAS, der Qnap wird jetzt endgültig verkauft.
Der Einsatzbereich ist ein Home Server, es werden Aufnahmen von enigma2 Sat Receiver auf zwei TV gestreamt, es werden natürlich die Eigenen Dateien der Familie gespeichert, einer hat als Hobby Photographie und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Damit ich meine Ruhe habe sollen es mindestens 8-bay werden.

Herausgesucht habe ich das hier:

Hier habe ich aber immer die Sorge wegen Stromverbrauch und Lautstärke. Das NAS wird zwar im Abstellraum laufen aber dennoch. Außerdem sind auch da die Preise so gestiegen, dass vielleicht eine Alternative sinnvoll wäre. Würde der Supermicro genauso wie er ist laufen oder muss etwas getauscht werden? Welche Slotkarte für eine SSD (Truenas Betriebssystem) wäre die richtige?

Alternativ habe ich noch das hier gefunden, das dürfte in Sachen Stromverbrauch, Abwärme und Platzbedarf besser sein:

Hier fehlt noch der Ram.
oder das hier:

Oder etwas ganz anderes?

Kommt drauf an, was du willst.
Entscheidender als Gehäuse, wäre IMHO zuerst mal sich ein pool layout und Anforderungen zu überlegen.

Möchtest du zum Beispiel
2x 2.5" trash SSD mirror als boot
2x NVME drives für Apps
6-8 HDD RAIDZ2 für datasets
1x NVME für L2ARC für

schränkt das ein.

ECC?
IPMI?
Wie viel RAM?

Supermicro mit zwei Sockets finde ich schwierig bezüglich Stromverbrauch und Lautstärke.
AOOSTAR kenne ich nicht.
UGREEN ist soweit ich online lesen kann ok.

Selbstbau mit Supermicro board wäre auch eine Option.
Zum Beispiel: https://www.supermicro.com/en/products/motherboard/X12SPL-F

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Das Supermicro Teil ist halt ein ausgewachsener (alter ) Server. Lautstärke wohl so zwischen Mixer und Staubsauger.

Stromverbrauch im idle schätze ich bei Vollbelegung zwischen 150 und 200watt.

Truenas wird sich bei 28 Kernen/56 Threads langweilen.

Wenn du trotzdem Server Gear möchtest (ECC, IPMI etc), empfehle ich im Moment immer noch das hier. Kostet etwa gleich viel mit 64GB RAM ( wegen den RAM Preisen), ist aber deutlich leiser und sparsamer.

Oder meinen “All Flash Server” unten in der Signatur. Geht natürlich auch mit 6 HDDs.
Plus eventuell HBA für zusätzliche 8- 16 Platten/SSDs.

Für Trandcoding brauchst du aber was mit iGPU oder dedizierter GPU. Dann musst Du schauen dass du genügend PCI Slots hast.

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Ich danke für die Antworten. Ich werde noch darüber nachdenken.

Aktuell tendiere ich zum Ugreen mit etwas mehr Speicher.

Ein Server in Mixer bis Staubsauger Lautstärke wird es nicht werden.

Selbstbau ist auch eine Möglichkeit, es scheint aber nicht wirklich billiger zu sein.

Ich finde die Jonsbo NAS Gehäuse ganz schnuckelig, hab aber noch keines getestet. Dazu ein Mini-ITX Mainboard von Supermicro wäre meine erste Wahl.

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Das 8 bay ugreen kostet auch um die 1300EUR.
Ein Plastikgehäuse mit Mobile CPU und 8GB Ram. 10G vermutlich nicht von Intel, kein IPMI, kein ECC. Thunderbolt und HDMI ist nutzlos.

500EUR wär ein guter Preis. Die Dinger sind einfach total überteuert für das was sie bieten. Dafür musst du nicht basteln.

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Alles klar, dann versuche ich jetzt einmal Teile für den Eigenbau zusammenzukratzen.

Ich bin bei der Arbeit und habe nicht ewig Zeit.

Angenommen ich nehme dieses Gehäuse (geändert wegen größerer Kapazität):
N5 乔思伯JONSBO

Ja, das ist wirklich schöner als ugreen.

Welche Supermicro Mini-ATX (das Jonsbo N5 verträgt auch größere Bauformen) Mainboard welches auch lieferbar ist wäre empfehlenswert?
Das X13SCL-IF und auch das X10SDV-4C-TLN2F aus deiner Signatur @Farout scheint es nicht zu geben. Oder ich habe nichts gefunden…..

Edit 2:
Jetzt habe ich eines gefunden:

Inkl. CPU und bis zu 8 SATA.
Das ist aber auch schwer zu bekommen, genauso wie das

Meines sind ältere boards → X10 und X11.

Leider sind die neueren Boards, ob jetzt supermicro oder AsRock Rack nicht mehr wirklich Wohnzimmer-NAS tauglich. Das heisst zu wenige SATA ports und auf high air flow server gehäuse ausgelegt. Da musst du dann überall lüfter dranpappen.

Würde ich jetzt nochmals ein NAS bauen, das auch genügend Oomph hat für anderes,
würde ich auf Basis von dem bauen:

Verfügbarkeit: alle meine hardware stammt von ebay direkt aus China – hatte noch nie Probleme.

Ich habe hier etliche von diesen Teilen am Laufen, genau von diesem Händler, mit TrueNAS. Einfach problemlos. Lautstärke und Stromverbrauch kratzen mich jetzt nicht, weil die Kisten im Serverraum stehen.

Per IPMI habe ich eben mal bei einer dieser Maschinen auf die Leistungsaufnahme geschaut: 200W, mit ähnlicher Konfiguration und 12* 14TB Toshiba SAS-Serverlaufwerken. Da ist aber auch klar, dass da etwa 100W für die ganzen Festplatten draufgehen. Das ist halt so, egal, was Du für ein System nimmst.

Für die Boot-SSDs nehme ich immer diese Karte:

Wichtig: Du kannst zwar NVME-SSDs in X10-Maschinen verwenden, aber nicht davon booten. Das BIOS kann das noch nicht. Aber das ist ja auch kein Problem, SATA-SSDs tun es an dieser Stelle ja auch. Auf dem Mainboard sind zwei SATA-Buchsen genau für diesen Zweck.

IPMI ist für mich ein Segen. Echt.

Nochwas: Das ZFS möchte RAM sehen. 8GB sind echt wenig. 32G sollten es sein. Mit 64G bist Du satt im grünen Bereich.

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Mein X10 schafft das problemlos. Ist wohl abhängig von der BIOS version.

Bringen Deine SSDs eigene Firmware mit? Dann ist das klar, dass das geht.

Ist ne normale WD Red SN700. Im m.2 slot…:man_shrugging:

Habe das N4 als offsite PBS und finde es toll! Aber ich habe da nur zwei 2,5" SSDs drin, laut userberichten hat das Ding ziemlich miesen Airflow wegen der hotswap backplate und darum sind die HDDs entsprechend warm.

Unpopular opinion: Ich persönlich war aber auch noch nie ein Schisser bezüglich HDD temps. Oder sagen wir es mal so, mich konnte noch keine Studie vom Gegenteil überzeugen und die Hersteller finden bis 60-65° ok. Darum finde ich auch 50° völlig easy.

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Ich hab grad mal gesucht, nach meiner informellen Empfehlung, was ich nehmen würde, für das Jonsbo N4.

Bin beim Supermicro X13SHC-F gelandet.

Würde dann einen Xeon-E damit kombinieren und Speicher nach Budget. Das Teil hat 8x SATA, d.h. du bekommst alle Slots in dem Jonsbo Chassis angesteuert ohne extra Controller.

Wenn ich mir noch mal ein neues NAS baue, würde ich 10 GB SFP+/Glas haben wollen, aber dank M-ATX statt ITX ist ja locker Platz für eine Netzwerkkarte.

2x NVMe noch Onboard. Hammer!

Ich würde dann für TrueNAS:

  • 2x 2.5” SATA zum Booten - alternativ 2 DOMs, aber die sind im Zweifelsfall teurer
  • 6x 3.5” SATA HDD als RAIDZ2 für Bulk Storage
  • 2x NVMe SSD für Apps und VMs

bauen. Ich werd das dann eher mit Sylve machen, weil ich bei FreeBSD bleiben will, aber ja - deshalb gefällt mir das Gehäuse und wahrscheinlich wäre das aktuell mein Mainboard.

Produktiv hab ich hier halt nach wie vor einen Xeon-D in einem X10SDV von Supermicro … das rockt, aber das kriegt man nicht mehr neu. Außer extra teuer für Industrie-Kunden, die dann unbedingt dieses eine Teil brauchen.

HTH
Patrick

Ich habe jetzt das ASRock Rack E3C246D4U2-2T bestellt.
Jetzt gibt es kein zurück mehr und der Bau des neuen NAS wird jetzt nicht mehr einschlafen.
Die restlichen Teile suche ich mir zusammen sobald ich Zeit habe, zum hier absegnen lassen.

Ein Gehäuse habe ich gefunden das ich 3D Drucken kann, so spare ich mir ein paar Euro, das Filament habe ich herumliegen. Außerdem werde ich das noch etwas modifizieren, im Gegensatz zu @Sara will ich die HDDs ordentlich gekühlt haben :wink:

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Als CPU bieten sich die Xeon- E22XX an.
Die G Varianten haben eine iGPU für zum Beispiel Transcoding. Pass auf, dass Du nicht ein QS (qualifiying sample) oder ES ( engeneering sample ) erwischst.

RAM: DDR4 ECC UDIMM

Schön wenn ein Termin nicht auftaucht, so habe ich Zeit….

Die vorläufige Liste:

Mainbord ist bereits gekauft: ASRock Rack E3C246D4U2-2T LGA1151
Was noch fehlt:
Intel Xeon E-2246G
COOLER Master Hyper 212
Ram 32GB 2x 16GB ECC Unbuffered DDR4 RAM UDIMM 2666MHz f Microserver PC4-2666V-E | eBay
Intenso Interne M.2 SSD SATA III Top, 128 GB, 3832430
BE QUIET! Straight Power 12 750W ATX 3.1 (9 HDD)
alternativ: be quiet! Dark Power 14 850W ATX 3.1 (13 HDD)

Vor allem beim Netzteil bin ich mir nicht sicher, passt die Leistung so? Zuviel, zu wenig?

Es spricht ja auch nichts dagegen ein Kabel zu kaufen mit dem ich noch ein paar HDDs mehr anschließen kann? So kann ich beim kleineren Netzteil bleiben.

Mit dem kleineren Netzteil komme ich so auf 950 Euro (aufgerundet und Versandkosten geschätzt), ist also günstiger als das UGreen.
Dopamin Ausschüttung für das Selbstbaugehäuse gibt es auch noch.

Vielleicht ist ja das Netzteil “GPS-850LBA” von bicker.de (Datenblatt)was für dich. Das ist mit ebenfalls 850W und 80plus Gold für den 24/7-Betrieb ausgelegt.

Selbst mit Versandkosten finde ich es interessant. Kommt auf meine Liste. Danke.

Viel Spass beim Bauen!
Da du schreibst, dass da Photos draufkommen, rate ich Dir, dass du dich nach ner guten Backup Lösung umschaust.

Ich benütze als Offsite Backup für die wichtigsten Daten Storj. Das ist sehr einfach und gut intergriert. Auch wenn du ein komplettes Wiederherstellen machen musst.
Kostet, wenn Du vorallem raufladest, ab 5$/Monat. Ist meiner meiner Meinung nach sein Geld wert.

Vielleicht kannst du ja sogar dein QNAP weiterhin als lokalen Backup Server weiterverwenden. Mit rsync sollte das gehen.
Dann hättest du ein komplettes 3-2-1 Backup.

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